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Wissenswerte Beiträge

  

Neujahrsgruß 2019 

von Masanobu Taniguchi

Präsident von Seicho-No-Ie International

Ein Glückliches Neues Jahr Ihnen allen. Ich bin Gott sehr dankbar, dass es mir möglich ist, das Neue Jahr 2019 mit Ihnen zusammen in guter Gesundheit und ohne Zwischenfall zu begrüßen. Danke schön.

Dieses Jahr wird das letzte Jahr des „Dreijahresplans für den Bau der Grundlage einer ‚Neuen Zivilisation‘“ sein, den wir seit den letzten zwei Jahren voranbringen. In der bisherigen „alten Zivilisation“ waren die Menschen beim Erreichen ihres eigenen Glücks unfähig, die Zerstörung der Natur zu stoppen, was schließlich zum Anstieg des Meeresspiegels und zum Klimawandel aufgrund der globalen Erwärmung führte. Die Menschheit selbst, die das Glück suchte, nähert sich einem gefährlichen Zustand. Im Gegensatz dazu ist eine „neue Zivilisation“ eine Lebensweise, in der Wohlstand der Natur mit dem Wohlstand und Glück der Menschheit übereinstimmt. Und es ist die Gesamtheit aus Glaube, Philosophie, Wissenschaft und Technologie, Wirtschaft und Politik, die eine solche Lebensweise unterstützt und fortschreibt.

Ich glaube, dass diese Art Zivilisation mit der Änderung beginnt, wie wir Menschen über die Natur denken und unsere Lebensweise ändern. Daher haben wir in den letzten zwei Jahren an folgenden „drei Praktiken“ gearbeitet, um unsere Werte und unseren Lebensstil zu ändern. Diese sind:

  • Ein Leben der fleischlosen, kohlenstoffarmen Ernährung
  • Eine Ressourcen sparende, kohlenstoffarme Lebensweise
  • Naturbetonte, kohlenstoffarme Ausdruckstätigkeiten

Zusätzlich wurden die folgenden drei Aktivitätsgruppen gebildet und letztes Jahr umgesetzt, um diese Lebensstile konkreter und systematischer im täglichen Leben auszudehnen:

  • SNI-Club des organischen Gemüseanbaus
  • SNI-Fahrradclub
  • SNI-Kunsthandwerksclub

Es waren sehr wenige Leute, die Anfang letzten Jahres an diesen Aktivitäten teilnahmen, aber am 21. Dezember waren es 1.151 im Club des Gemüseanbaus, 581 im Fahrradclub und 889 im Kunsthandwerksclub, und der Inhalt ihrer Aktivitäten verbessert sich von Tag zu Tag. Jedoch gibt es jetzt ungefähr 37.000 Mitglieder in der Seicho-No-Ie Organisation, so dass es zweifellos mehr Leute in Zukunft werden, die an einer Änderung des Lebensstils teilnehmen werden, um diese „neue Zivilisation“ aufzubauen.

Wenn Sie dies hören, wundern sich vielleicht einige von Ihnen, was die Beziehung zwischen Religion und Fahrradfahren, Herstellung von Kunsthandwerken und Gemüseanbau ist. Rückblickend auf die japanische Geschichte war es jedoch von alters her ein Teil religiöser Praxis, unseren Geist und Körper in den Bergen zu trainieren und notwendige Sachen selbst herzustellen, und wir können uns erinnern, wie die organische Gemüseküche in Zen-Tempeln begann. In den Traditionen des Christentums war es auch üblich, Landwirtschaft zu betreiben und Kunsthandwerksprodukte in Klöstern herzustellen. Die Zeit, in der es untrennbar war, unser Gehirn und Körper zu nutzen, um Essen und täglichen Bedarf von der Natur zu bekommen, die Gott erschafft, und Gottes Segnungen fühlen und die religiöse Frömmigkeit, ihnen dankbar zu sein, setzte sich für eine lange Weile fort.

Als jedoch die Modernisierung begann, wurde die Natur als ein Objekt betrachtet, das man benutzt und ausbeutet durch Wissenschaft und Technologie. „Gott“ und „Buddha“ wurden mit der Zeit zu abstrakten Existenzen, weg von der Natur, die Form hat und angefasst werden kann. Außerdem verbreitete sich die Denkweise, dass es nicht „Gott“ ist, sondern „Wissenschaft und Technologie“, die uns Essen und täglichen Bedarf geben, und so handelnd, ging das Gefühl der Dankbarkeit gegenüber der Natur allmählich verloren. Das liegt daran, dass man dachte, dass Wissenschaft und Technologie menschliche Schöpfungen sind und ihre einwandfreie Funktion nicht „Gottes Segnung“ ist, sondern das Qualitätsmaß menschlicher Technologie aufzeigt. Wir haben vergessen, wäre es keine Natur, würden weder Wissenschaft noch Technologie noch die Segnungen von ihnen existieren. In dieser Weise und aufgrund der Tatsache, dass Gott und Buddha durch den Glauben an Wissenschaft und Technologie und ihrer Entwicklung ersetzt wurden, schreitet die Zerstörung der Natur in der ganzen Welt voran und der Klimawandel findet statt.

Vor einigen Jahren schlug ich als Richtlinie zum Bau einer „neuen Zivilisation“ vor, dass Sie sich die Verwirklichung folgender drei Punkte zum Ziel setzen. Diese sind:

  • Die angemessene Kontrolle des Verlangens
  • Die faire Verteilung des Reichtums
  • Die Erhaltung des internationalen Friedens

Der einer religiösen Bewegung am nächsten kommende Punkt ist der erste, nämlich „die angemessene Kontrolle des Verlangens“. Die Ausbreitung eines Lebensstils durch die oben genannten Clubs ist die Erreichung der „angemessenen Kontrolle des Verlangens.“

Seicho-No-Ie leugnet „Verlangen“ nicht als etwas Böses. Es ist notwendig, um das Leben des physischen Körpers zu erhalten sowie die Bewahrung unserer Nachkommen. Jedoch glauben wir nicht daran, es maßlos freizusetzen oder zu denken, je mehr, desto besser. Wir glauben, dass es gemäß Zeit und Ort entsprechend kontrolliert werden sollte. Aber die meisten Volkswirtschaften ersetzen heute Verlangen durch das Wort „Nachfrage“ und denken, dass das Glück der Menschen zunimmt, wenn man es heraufbeschwört und verbreitet. Wir denken, dass es ein Hauptfaktor der Zerstörung der Natur, des Abbaus der Ressourcen und der globalen Erwärmung ist.

In ostasiatischen Ländern inklusive Japan ist das Jahr 2019 das „Jahr des Wildschweins“. Man denkt, dass das Wildschwein ein Ahne des Schweins ist. Sie leben in Japan seit der antiken Jomon-Zeit und wurden als Essen verwendet. Es gibt ein Sprichwort über das Wildschwein, welches das Folgende bewirkt:

„Die siebte Generation von Wildschweinen wird irgendwann zu Schweinen“.

Das bedeutet also: „Obwohl es so aussieht, als ob sich nichts verändert, wächst alles oder verändert sich über die Jahre“.

Die Menschheit versucht schon lange, Glück durch die Zerstörung der Natur zu bekommen. Und haben wir nicht insgesamt eine gewisse Ebene des Glücks erhalten? Jedoch beträgt die Weltbevölkerung über sieben Milliarden und steuert derzeit auf über neun Milliarden zu, die Zerstörung der Natur bezieht sich auf die Zerstörung unseres Lebens. Der Strom von Flüchtlingen in Massen ist nicht ohne Bezug auf unseren Lebensstil. Die Ausbreitung und das Streben nach materiellem Wohlstand mögen unser Glück in der Vergangenheit vorangebracht haben, aber nun ist es zu einer Ursache des Elends geworden. Das Wildschwein wurde zum Schwein. Weitere Zerstörung dieser „irdischen“ Umwelt ist gleichbedeutend mit der Führung der Menschheit in die Zerstörung. Ich stimme aus ganzem Herzen der Meinung zu, dass eine religiöse Bewegung die Menschen retten muss. Das ist exakt der Grund, warum wir die Natur auf dieser Erde, dem einzigen Ort, wo Menschen leben, vor Zerstörung schützen müssen.

Ich glaube nicht, dass es etwas Erfreulicheres geben kann, wenn diese Sorte essentieller religiöser Aktivität durch Änderung unseres alltäglichen Lebens ausgeübt werden kann, nicht durch „Buße“, sondern durch „erfreuliche Aktivität“, die den vollen Nutzen der Natur fühlt. Meine Damen und Herren, lassen Sie uns noch einmal durch Pflanzung organischen Gemüses, proaktive Nutzung von Fahrrädern und durch die Herstellung eines einzigartigen Kunsthandwerks in der Entwicklung und Ausbreitung einer Lebensweise, in der wir Menschen mit der Natur noch freudiger wachsen, engagieren. Vielen Dank im Voraus für die Dinge, die Sie in diesem Jahr wieder tun.

Die Originalversion kann man unter folgendem Link als Video-Botschaft sehen: http://www.jp.seicho-no-ie.org/lp/2019-message/

 

Wie oben in der Neujahrsansprache erwähnt, hat die Seicho-No-Ie Hauptzentrale („Büro im Wald“) folgende drei Clubs ins Leben gerufen, um die Lebensweise im Einklang mit der Natur zu verbreiten.

  1. SNI-Club des organischen Gemüseanbaus
  2. SNI-Fahrradclub
  3. SNI-Kunsthandwerksclub

Hierzu gibt es ein Video zu den Aktivitäten des Projekt-basierten Systems (PBS) in englischer Sprache: https://www.youtube.com/watch?v=mAsoUN8lRe8 

 

Warum Seicho-No-Ie Spenden für die „Ausbreitung der natürlichen Energie“ sammelt

Text: Internationale Hauptzentrale von Seicho-No-Ie 

Jetzt suchen häufig Katastrophen die Welt aufgrund des ungewöhnlichen Wetters infolge der globalen Erwärmung heim, die Nahrungsmittelproduktion wird nicht gesteigert, und viele Tier- und Pflanzenarten sind an den Rand der Ausrottung geraten. Deshalb sind die Ausbreitung der natürlichen Energie und die weitere Energieeffizienz jetzt der Schlüssel, um die globale Erwärmung zu beherrschen und um die Schäden aufgrund des Klimawandels zu mindern. Weltweit unterstützen 164 Länder diese Politik, nämlich die Einführung der natürlichen Energie. Bis Ende 2014 betrug der Anteil der natürlichen Energie schätzungsweise 27,7% weltweit, d.h. die natürliche Energie erreichte schätzungsweise 22,8% der Versorgung des Strombedarfs weltweit. 0,9% davon kamen auf das Konto der Photovoltaik, d.h. 177 GW, und damit 48fach höher als vor 10 Jahren.

Als ob die Leute die Lehren aus dem großen Erdbeben in Nordostjapan vergessen hätten, sieht man leider in Japan die starke Tendenz, dass man die „alte Zivilisation“ bewahren will, die von der Stromerzeugung durch Atomkraft und von der fossilen Energie abhängig ist, weil die Politik die Wirtschaft bevorzugt. Die Stromerzeugung von 2014 bestand zu 87,8% aus thermischer Stromerzeugung, zu 9,0% aus hydroelektrischer Stromgewinnung, und zu 3,2% aus geothermischer und erneuerbarer Energie. Im August 2015 wurde das AKW Sendai  

Nr. 1 wieder hochgefahren. Man ist also noch weit entfernt von einer nachhaltigen Gesellschaft.

Wir, die wir derzeit leben, müssen daran denken, was unsere Lebensweise für die nachfolgenden Generationen hinterlassen kann. Was die „alte Zivilisation“ hinterlässt, sind gewaltige Mengen Treibhausgases, ein raues Klima, eine ausgebeutete Erde, ein marodes Ökosystem und schädliche radioaktive Abfälle. Dies ist alles lebensbedrohend.

Seicho-No-Ie möchte dies korrigieren und glaubt daran, dass die menschliche Gesellschaft umfassend die natürliche Energie verwenden sollte, so dass wir den „Atomausstieg“ und die „Beherrschung der globalen Erwärmung“ verwirklichen können, und dass wir die Lebensweise verwirklichen können, in der die Natur und die Menschen harmonischer zusammenleben. Wegen dieses Glaubens ist die Internationale Hauptzentrale von Seicho-No-Ie in das „Büro im Wald“ (Hokuto-Stadt, Yamanashi-Präfektur) umgezogen, das im Juli 2013 fertig gebaut wurde. Dort verwenden wir Solarstrom (470kW), Stromerzeugung aus Biomasse (175kW) und einen Lithium-Ionen-Akkumulator (400kW) gemeinsam, damit es uns gelingt, fast die gesamte Energie für die Arbeit und den Verkehr bis auf „Null-Kohlendioxid“, das kein Treibhausgas ausstößt, zu reduzieren.

Wie oben erklärt, ist durch die Verwendung von hochmoderner Technik und durch die Änderung des Lebensstils, der das Materielle bevorzugt, eine Lebensweise möglich, dank derer wir der nächsten Generation keine „Erblast“ hinterlassen. Insbesondere ist die schnelle Umstellung der Hauptenergie in der menschlichen Zivilisation auf erneuerbare Energien die wichtigste und drängendste Aufgabe, um die Opfer von Katastrophen zu verringern und um die reiche Natur zu beschützen.

Mega Solar 1

Aus dieser Überlegung heraus sammelt Seicho-No-Ie Spenden von SNI-Anhängern und Gleichgesinnten, um damit ein internationales Projekt für die Einrichtung von Megasolar-Parks zu fördern, und dies hat bereits begonnen. Seit 2015 existiert in Kyoto, Japan, ein Megasolar-Park mit 1.704kW.

 

Mega Solar 2

Weiter haben wir in der Fukushima-Präfektur, die wegen des Unfalls des Atomkraftwerks einen großen Schaden erlitt und die eine Gesellschaft bilden will, in der unabhängig von der Atomstromerzeugung erneuerbare Energien verwendet werden, einen Solar-Park mit 771kW errichtet.

 

Wir bitten Sie um Ihre Zusammenarbeit für die „Bewegung zur Ausbreitung der natürlichen Energie“ von Seicho-No-Ie, damit die Zukunftsgesellschaft, in der die Natur und die Menschen zusammen wachsen, verwirklicht wird.

Spenden kann man per Kreditkarte über den Link zur Internationalen Hauptzentrale von Seicho-No-Ie

https://www.jp.seicho-no-ie.org/naturalpower-en/

  

 

Zeremonie zum Umfassen aller Religionen am 07.07.2015 im "Büro im Wald" in Hokuto, Japan, abgehalten

 Drei Pagaoden

 

1. Bezüglich der„Zeremonie zum Umfassen aller Religionen“

 

Am 6. März 2013 wurde auf der Spitzenkonferenz von der Internationalen Seicho-No-Ie Hauptzentrale beschlossen, dass das zentrale Ziel der Seicho-No-Ie Bewegung darin besteht, „zu beweisen, dass alle Religionen von einem universellen Gott entstammen, und dieses Ziel in gemeinsamer Kooperation mit den Weltreligionen voranzutreiben ist, um die große Harmonie zwischen Gott, Natur und Mensch zu verwirklichen“. 

 

Anknüpfend daran werden wir die Zeremonie (Zeremonie zum Umfassen aller Religionen) leiten, um „einen Schwur zu leisten, Weltfrieden durch die Lehre, wonach alle Religionen von einem universellen Gott entstammen, zu erlangen“, und zwar jedes Jahr am 7. Juli (der Tag der göttlichen Botschaft zum Umfassen aller Religionen) auf dem Platz zum Umfassen aller Religionen. Zu diesem Anlass wird jedes Jahr eine weitere siebenstöckige Pagode auf dem Platz montiert.

 

Diese Zeremonie wurde erstmals am 7. Juli 2013  in Anschluss an der  Zeremonie zur Fertigstellung des „Büros im Wald“ abgehalten. Die Zeremonie findet jedes Jahr statt und dieses Jahr wird es das dritte Mal sein. Zu Ihrer Information: in einem Raum namens „Raum zum Geloben des Weltfriedens“ im „Büro im Wald“ werden jeden Tag das Heilige Sutra und der Lobgesang auf den Bodhisattwa, der die Klänge der Welt reflektiert, rezitiert. Die beiden Exemplare, die ein Jahr lang gelesen wurden, werden dann im Rahmen der Zeremonie, und zwar, während der Rezitation des „Lobgesangs auf den Bodhisattwa, der die Klänge der Welt reflektiert“ in die siebenstöckige Pagode gewidmet.

 

Im diesen Jahr gibt es einen Redebeitrag von Masanobu Taniguchi, Präsident von Seicho-No-Ie. Ferner werden folgende Seicho-No-Ie Niederlassungen diese Zeremonie bei sich ebenso leiten: Büro in Tokyo-Akasaka, Komyo-no-Tou (Turm der Erleuchtung) in Tokyo-Harajuku, Seicho-No-Ie Haupttempel, Seminarzentrum der Hauptzentrale, Seicho-No-Ie Uji Tempel, Seicho-No-Ie Fuji Kawaguchiko-Seminarzentrum. Der zeitliche Ablauf der Zeremonie in den jeweiligen Orten orientiert sich am Live-Streaming vom „Büro im Wald“, z.B. bei der Rezitation vom Lobgesang auf den Bodhisattwa, der die Klänge der Welt reflektiert usw.

 

2. Bezüglich der Statue

 

Auf dem Platz zum Umfassen aller Religionen, wo diese Zeremonie stattfindet, befindet sich die Statue vom Engel von Seicho-No-Ie. Die zuvor genannte siebenstöckige Pagode wird hinter der Statue platziert.

 

Der Präsident von Seicho-No-Ie Masanobu Taniguchi erklärte uns in seiner Rede bei der Zeremonie zur Fertigstellung des „Büros im Wald“, dass sowohl diese Statue als auch die siebenstöckige Pagode auf das Gelände des „Büros im Wald“ aufgestellt wurden, um an das anfängliche Ziel der Seicho-No-Ie Bewegung stets zu erinnern, welches auf den Gründer von Seicho-No-Ie Masaharu Taniguchi zurückgeht. 

 

Seit ihrer Gründung im Jahre 1930 verbreitet Seicho-No-Ie die Lehre „alle Religionen entstammen von einen universellen Gott“, was erklärt, dass der Kern aller korrekten Religionen die gleiche Wahrheit lehrt. Für Seicho-No-Ie ist dies ein wichtiger Pfeiler der Lehre bei ihrer Verbreitung.

 

Begründet auf die Aussage, „alle Religionen entstammen von einem universellen Gott“ wurde der Platz zum Umfassen aller Religionen als ein Ort geschaffen, bei der jede Religion geloben kann, in gemeinsamer Kooperation voranzuschreiten, um die „große Harmonie zwischen Gott, Natur und Mensch“ zu verwirklichen, während man die gemeinsamen Gedanken begreift, die sich auf den Respekt für die Natur als Gottes Schöpfung und die „Manifestation“ Buddhas beziehen, die unter den Weltreligionen verbreitet sind.

 

Die Statue wurde auf dem Platz zum Umfassen aller Religionen umgesiedelt. Diese Statue stand früher vor dem „Turm der Erleuchtung“ im ehemaligen Gebäude der Internationalen Seicho-No-Ie Hauptzentrale in Harajuku. Sie wurde als Kunstwerk geschaffen und dient als Ausdruck der „Anzünder der Sieben Leuchttürme“ und niemals als „Götzenbild“.

 

Der „Anzünder der Sieben Leuchttürme“ ist derjenige, „der inmitten der Sieben Goldenen Leuchter läuft“, so wie es im 2. Kapitel der Offenbarung in der Bibel geschrieben steht. Seine Aufgabe besteht, die „sieben Kirchen“ zu erleuchten, womit hier die Weltreligionen gemeint sind. Die Statue wurde auf dem Platz zum Umfassen aller Religionen als Symbol der Lehre, wonach alle Religionen von dem einen universellen Gott abstammen, aufgestellt.      

 

3. Bezüglich der siebenstöckigen Pagode

 

Die siebenstöckige Pagode ist 2.5 Meter hoch, und die Mitte der Pagode ist vertikal durch einen eisernen Kern getragen, um den Schrein der sieben Stockwerke zu vereinigen – die Nummer 7 besagt „alles“ und „Vollendung“. Dies symbolisiert, was im Buddhismus unter: „Ein Buddha, alle Buddhas“ ausgedrückt wird. Daher symbolisiert die Statue die Denkweise, wonach alle Religionen einem universellen Gott entstammen, nach christlicher Art. Auf der anderen Seite symbolisiert die siebenstöckige Pagode diese Denkweise, wonach alle Religionen einem universellen Gott entstammen, nach buddhistischer Art.

 

Zudem symbolisiert die siebenstöckige Pagode die folgenden Sieben Religionen, Sieben Kontinente, Sieben ethnischen Gruppen, Sieben Kulturen, Sieben Generationen, Sieben Leben und Sieben Missionsstützpunkte.

 

①   Alle Religionen entstammen von einem universellen Gott (Sieben Religionen)

        Der Schrein der sieben Stockwerke repräsentiert die „Sieben Leuchttürme“, die wiederum die Religionen aus der ganzen Welt repräsentieren. Ferner symbolisiert es ein Bild, auf dem sich alle Weltreligionen einheitlich im Mittelpunkt der Prinzipien gemeinsamer menschlicher Erlösung in  großer Harmonie befinden, während die Vielfalt jeder Religion beibehalten wird.

 

②    Symbol des Internationalen Friedens (Sieben Kontinente)                                                         

Der Schrein der sieben Stockwerke repräsentiert die sieben Kontinente, Asien, Afrika, Europa, Nordamerika, Südamerika, Australien und den Südpol, und symbolisiert ein Bild von allen Nationen in großer Harmonie im Zentrum von Gottes Willen, der die Vielfalt der Länder in der Welt umarmt.

 

③    Harmonie unter vielfältigen ethnischen Gruppen (Sieben ethnischen Gruppen)                     

Der Schrein der sieben Stockwerke symbolisiert ein Bild von verschiedenen ethnischen Gruppen, die in Harmonie miteinander leben.

 

④    Harmonie zwischen vielfältigen Kulturen (Sieben Kulturen)                                                      

Der Schrein der sieben Stockwerke drückt ein Bild von verschiedenen Kulturen aus, die in Harmonie miteinander koexistieren und zusammen florieren, und symbolisiert ein Bild von der Seicho-No-Ie Lehre, die in den einzelnen kulturellen Gebieten in der Welt die Lehre in angemessener Art verkündet.

 

⑤    Harmonie zwischen den Generationen (Sieben Generationen)                                            

Der Schrein der sieben Stockwerke drückt das Bild von der Seicho-No-Ie Lehre aus, die an die „Sieben Generationen“ übertragen werden, und zwar  „ewig“, nicht von seinem Zentrum abweichend. Es ist auch ein Symbol für die Beibehaltung intergenerationeller Ethik und hat den Wunsch, die Nachfolger für die Bewegung auszubilden, steht.

 

⑥    Harmonie zwischen Lebewesen (Sieben Leben) 

Der Schrein der sieben Stockwerke repräsentiert alle Lebewesen auf Erden und symbolisiert die reichhaltige Biovielfalt, wo unterschiedliche Arten entsprechend Gottes Willen gedeihen.

 

⑦   Harmonie und Erweiterung unter Missionsstützpunkten und Organisationen (Sieben Missionsstützpunkte) 

Der Schrein der sieben Stockwerke repräsentiert jeden Missionsstützpunkt oder die vielfältigen Organisationen von Seicho-No-Ie in der Welt und symbolisiert das Bild ihrer Entwicklung in Harmonie, während die Vielfältigkeit der Leute in jedem Stützpunkt und in jeder Organisation beibehalten wird. 

 

Außerdem drückt das Nyoi-Hoju (Wunscherfüllungsjuwel) auf der Spitze der Pagode den Wunsch des Fortschritts für die Bewegung aus, damit diese ihr Wahres Bild erfüllt und frei manifestieren möge. Zur gleichen Zeit repräsentiert die siebenstöckige Pagode den „Schatzturm der Sieben Juwelen“, so wie es in der Erscheinung vom edlen Kapitel im Lotus Sutra beschrieben steht. Die Erscheinung vom edlen Kapitel wird als einer der wichtigsten Szenen vom Lotus Sutra betrachtet. Es beschreibt, dass die riesige Pagode, die aus sieben Schätzen gemacht ist, aus dem Boden hervorging, bis in den Himmel reichte, wo Shakyamuni lehrte. In der Pagode befand sich der von vielen Schätzen geschmückte Buddha (Sanskrit: Prabhutaratna; auf Japanisch: Taho-Nyorai), der  Shakyamunis Lehre lobte und ihm  die Hälfte seines Throns bot.

 

Masaharu Taniguchi lehrt uns hierrüber im Hokekyou Kaishaku (Erklärung vom Lotus-Sutra) auf Seite 357 wie folgt:

 

(…) aus der Erde hervortreten bedeutet, dass das Schloss Ryugu Form angenommen hat. So wie die Dachziegel vom Schloss Ryugu aus sieben Schätzen bestehen, soll die Welt der unendlichen Schätze von Ryugu dort realisiert werden, und zwar wo die Wahrheit vom Lotus-Sutra gepredigt wird, und in der Welt, die in Nyoi-Hoju-Kan visualisiert wird, der Shinsokan-Meditation, um das wunscherfüllende Schmuckstück zu visualisieren, indem man sagt: „Hier ist das Schloss Ryugu, der Schrein Wadatsumi-no-kami-no-miya, der Schrein Shihotsuchi-no-kami-no-miya und der Schrein Sumiyoshi-no-kami-no-miya. Dieses Potential der Realisierung ist in dieser Shinsokan-Meditation beschrieben. Alle Schätze, die mich reichlich umgeben, und alle eingerichteten Gegenstände mit den sieben Schätzen sind großartig.“ Wir brauchen uns nicht nach dem „Profit“ in der Erscheinungswelt zu richten. Wenn die Wahrheit vom Lotus-Sutra richtig gepredigt wird, werden wir auf natürliche Weise Buddhas viele Schätze aufkommen sehen (Der Herr von Ryugu, der Herr von Sumiyoshi). Als solches nennen wir den Schatzturm der Sieben Schmuckstücke Tahoutou, dem „Turm der vielen Schätze“, wo wir die Stimme der vielen Schätze Buddhas hören.

 

Das ist das Nyoi-Hoju (Schmuckstück zur Wunscherfüllung) auf der Spitze der siebenstöckigen Pagode. Es symbolisiert auch das Nyoi-Hoju-Kan, das Shinsokan zum Visualisieren des Schmuckstücks der Wunscherfüllung. Und der ganze Turm symbolisiert die Welt des Wahren Bildes vom unendlich reichen Schatz  von Ryugu. In Japan wird zwar dieser Tahoutou (Turm der vielen Schätze) traditionell als zweistöckige Pagode bezeichnet, aber der Stil von Tahoutou ist nicht besonders in der Erscheinung vom geschmückten Kapitel im Lotus-Sutra beschrieben. Der Grund, warum sie als siebenstöckige Pagode hergestellt wurde, liegt darin, damit die Bedeutung des „Schatzturms der Sieben Juwelen“ klarer ausgedrückt werden kann, und zwar so wie es in der Göttlichen Offenbarung der UNBEGRENZTEN FÜLLE zum Ausdruck kommt (am 5. Mai 1932):

 

Als Shakyamuni das Lotus-Sutra predigte, erschien ich als „Schatzturm der Sieben Juwelen“, der sich aus der Erde hervortrat und mitten in der Luft erschien. Wenn Ihr mich als Licht seht, der auf die Erde scheint, erscheine ich als die Sieben Goldene Leuchter. Vom Standpunkt der unendlichen Fülle aus werde ich als Schatzturm der Sieben Juwelen gesehen. Die Nummer sieben bedeutet die Aufnahme von allem. Ich habe gelobt, dort zu erscheinen, wo immer jemand die „Wahrheit des Lebens“ predigt. Dann werde ich eins mit ihm, lobe ihn und teile zur Hälfte mit ihm meinen Thron.

 

Laut der Göttlichen Botschaft sind der „Schatzturm der Sieben Juwelen“ und die „Sieben Leuchttürme“ das Gleiche. Beide drücken den Engel von Seicho-No-Ie aus. Auch in der OFFENBARUNG ZUM ANZÜNDER DER SIEBEN GOLDENEN LEUCHTER (15. Januar 1931) wird klar gezeigt: „Seicho-No-Ie tritt nun vor die Menschheit, wie es einst in der Offenbarung des Johannes von den sieben Leuchtern prophezeit wurde“.

 

Eine weitere konkrete Darstellung findet sich in der OFFENBARUNG ZUR RÜCKKEHR ALLER GLAUBENSRICHTUNGEN ZUR URSPRÜNGLICHEN EINHEIT (5. April 1931):

 

Ich bin der Anzünder der Sieben Goldenen Leuchter. Glaubensrichtungen wie Antiker Shinto, Buddhismus, Christentum, Tenri, Konko, Kurozumi oder Omoto …fließen alle in mich hinein und erhalten neues Leben. Wie groß ich doch bin! Ich schlucke alle Glaubensrichtungen, gebe ihnen Leben und führe Übereinstimmung über Wesentliches unter streitenden Glaubensrichtungen herbei. Ich bin das Untergrundwasser, das alles umfasst, das allen Licht gibt, das allen Nahrung gibt und das allen Leben gibt.

 

Dementsprechend symbolisiert die siebenstöckige Pagode sowohl den „Schatzturm der Sieben Juwelen“ als auch die „Sieben Leuchttürme“. Und zur gleichen Zeit ist es ein Symbol der Welt des Wahren Bildes, das in Einheit zum Zentrum und mit allen in Harmonie steht. Und noch mehr, es symbolisiert auch die Mission der Erscheinung von Seicho-No-Ie.                

 

 

Eine Schale Suppe und eine Schale Reis

 

Als naturliebende Menschen haben wir das Gefühl, dass wir helfen möchten, wenn wir uns in der Welt mit Erderwärmung, Hungersnot, Ausrottung der Lebewesen, Intensivierung des Klimawandels konfrontiert sehen. Die Internationale Seicho-No-Ie Hauptzentrale in Japan, auch „Büro im Wald“ genannt,  nahm vor einiger Zeit mit dem United Nations World Food Programme (WFP) Kontakt auf und spendet regelmäßig aus Japan, da es sich um eine zuverlässige Organisation handelt. Hintergrund ist eine Neuerung im Tagesablauf der etwa 150 Mitarbeiter dort. Seit einiger Zeit gibt es 1x im Monat an einem bestimmten Tag in der Betriebskantine vom „Büro im Wald“ in der Nähe der Stadt Hokuto, Präfektur Yamanashi, nur eine Schale Suppe und eine Schale Reis als Hauptmahlzeit am Tag. Man gedenkt an diesem Tag den Hunger leidenden Menschen in der Welt und spendet mit dem Geld, was man für ein breiteres Mahlzeitenangebot in der Betriebskantine hätte ausgeben müssen, dem WFP. Seit kurzem besteht auch der Wunsch beim Seicho-No-Ie Freundeskreis in Deutschland e.V. dem WFP zu spenden. Wir haben 2x im Jahr ein Seminar bzw. Leaders Workshop. Vom 24.04. bis 26.04.2015 veranstalteten wir den 25. Seicho-No-Ie Leaders Workshop mit 45 Teilnehmern in der Jugendherberge Mainz und praktizierten erstmalig das oben genannte Essensritual „eine Schale Suppe, eine Schale Reis“ mit unseren Seminarteilnehmern in Deutschland beim Abendessen vom 25.04.2015. Wir entschieden uns für den Betrag von 45 EUR, was für jeden Seminarteilnehmer 1 EUR entspricht, den wir für den Verwendungszweck „Schulspeisungen“ an die Maecenata Stiftung, die ein Spendenkonto für die Projekte des World Food Programme verwaltet, am 11.05.2015 spendeten. Auch in Zukunft wollen wir für diesen Zweck im Zusammenhang mit oben beschriebenen Mahlzeitenritual spenden.   

 

 

Lasst uns unseren Lebensstil ändern, um mit der Natur zu wachsen!!

Frieden vom Esstisch

Video-Botschaft von Seicho-No-Ie unter folgendem Link:

https://www.youtube.com/watch?v=wqq_AQGYAis

 

  

Die Internationale Seicho-No-Ie Hauptzentrale im neugebauten "Büro im Wald" in Hokuto, Präfektur Yamanashi, Japan

 

Office in the Forest 1

Das "Büro im Wald" befindet sich 1.300 Meter über dem Meeresspiegel am Fuß des Berges Yatsugatake. Ziel ist es, mit der Natur zusammen in Harmonie zu leben.

 

Office in the Forest 2

Das Hauptziel ist die Reduktion der Treibhausgase, die durch das Büro selbst und durch das Berufspendeln entsteht. Durch das "Büro im Wald" kann dieses Ziel erreicht werden. Das Baumaterial besteht aus FSC-zertifiziertes Lärchen- und Zedernholz, welches zu 90% aus den Wäldern der Präfektur Yamanashi stammt.    

Office in the Forest 3

Die Mitarbeiter vom "Büro im Wald", die alle in der Nähe wohnen,  werden mit dem Seicho-No-Ie Elektrobus morgens und abends befördert. 

Office in the Forest 4

Bei der Zubereitung des Essens achtet die Betriebskantine darauf, vegetarisch zu kochen und möglichst selbst angebautes Gemüse zu verwenden.

Office in the Forest 5

Die Räume sind alle hell und erfordern tagsüber kein elektrisches Licht. Auch gibt es an verschiedenen Stellen Lichteinstrahlung über Dachfenster. Bei Dunkelheit leuchten LED-Lampen. Der Elektrizitäts- und Heizungsbedarf wird durch die Stromgewinnung der Solarzellen auf dem Dach gedeckt. Falls die Sonneneinstrahlung ausbleiben sollte, setzt sich das eigene Biomassekraftwerk in Betrieb. Klimaanlagen gibt es keine, da die Höhenlage selbst im Sommer für frischen Wind sorgt. Das Abwasser in den Toiletten wird in der eigenen Kläranlage gereinigt und erneut als Abwasser in den Toilettenspülungen verwendet.   

 Office in the Forest 6

Die Büromitarbeiter lernen, wie sie den Wald erhalten und pflegen können. So lernen sie z.B., wie man Bäume pflanzt.   

Office in the Forest 7

In einer Großstadt ist es für Menschen schwierig, mit der Natur in Harmonie zu leben. Das "Büro im Wald" aber bietet die ideale Voraussetzung, in der Menschen mit der Natur in Harmonie zusammenleben können. Das neue Berufsleben im "Büro im Wald" erfordert eine Umstellung des bisherigen Lebensstils. Unsere Hoffnung besteht darin, eine für die Zukunft wichtige Botschaft zu übermitteln, die auch andere Menschen dazu motiviert, in größerer Harmonie mit der Natur zu leben, denn als Menschen sind wir selbst Teil der Natur, die es zu schützen und zu bewahren gilt.   

 

 

 Der 2. Workshop: Die Fußspuren von Masaharu Taniguchi erforschen   31.03.2012 der in Europa residierende Lektor der SNI-Hauptzentrale: Yuji Otsuka

Meine Damen und Herren, danke schön! In diesem Vortrag möchte ich den anfänglichen Weg von Seicho-No-Ie, den Masaharu Taniguchi, Gründer von Seicho-No-Ie, geebnet hat, vorstellen.

Masaharu Taniguchi wurde am 22. November 1893 in Karasuharamura, Präfektur Hyogo, geboren. Taniguchi war der 2. Sohn von insgesamt 6 Geschwistern und wuchs ab dem 4. Lebensjahr bei seiner Tante auf. Wenn Sie sich dieses Foto anschauen, bemerken Sie, dass seine Handflächen sehr groß waren. Vielleicht aus diesem Grund war er schon seit seiner Kindheit beim Armdrücken stark. Seine Leistungen in der Studentenzeit waren hervorragend, so dass er in nahezu allen Dingen der Beste war. Die Umstände jener Zeit beschrieb Taniguchi wie folgt:

Wenn ich vor einer Prüfung das Lehrbuch las, konnte ich mir im Prüfungsraum beim Lösen eines Problems deutlich vor meinem geistigen Auge die vorher gelesenen Seiten und Abbildungen aus dem Lehrbuch ausmalen, so dass ich die Klausur schreiben konnte, indem ich geistig in dem Lehrbuch blätterte und eine entsprechende Leistung erzielte. (Aus: Seimei no Jisso, Bd. 19, S. 23)  

In der Studentenzeit hegte Taniguchi eine materialistische Lebensanschauung. Er glaubte, dass der Mensch ein in sich verhärteter physischer Körper sei. So dachte er, dass der Mensch dem Schmerz ausgeliefert sei, was ihn unglücklich stimmte. Er grollte seinen leiblichen Eltern und diskutierte mit einem Freund über dessen „Abhandlung über die Pietätlosigkeit den Eltern gegenüber“. Damals hatte er die Lebensanschauung, dass das Leben ohne Ideale und Lösungen sei.

 Die Pflegeeltern von Taniguchi dachten darüber nach, ob er Arzt werden sollte, da er intelligent war. Aber Taniguchi bestand unbedingt darauf, Literatur zu studieren. Der damalige Wortwechsel mit seinem Pflegevater wird wie folgt geschildert:

Pflegevater: Heißt es denn nicht, dass Literatur und dergleichen brotlose Künste sind, die ins existentielle Grauen führen?

Taniguchi: Ich möchte versuchen, kümmerlich zu leben.

Pflegevater: Ist es nicht besser, qualvolle Zustände nicht zu suchen?

Taniguchi: Es heißt aber, dass man das Leben nicht versteht, wenn man nicht leidet. (Aus Seimei no Jisso, Bd. 19, S. 33)

Zu jener Zeit glaubte Taniguchi, dass die Menschen leiden müssen, um das Leben kennenzulernen. Menschen mit solch einer Weltanschauung erleben oft bittere Erfahrungen, egal wie sehr sie sich auch anstrengen. Dies traf auch auf mich zu. Ich überlegte, dass ein ernsthaftes Leben mit einem tiefernsten Leben einhergeht. Solche in Qual lebenden Menschen werden krank und sie weinen, aber im Unterbewusstsein freuen sie sich. Ich denke, dass die Ursache hier liegt, dass der Mensch sich vom Unglück antreiben lässt, obwohl er sich das Glück wünscht.

 Nun, im Jahr 1911 trat Masaharu Taniguchi als 19-Jähriger in die Waseda-Universität (Literarische Fakultät) ein. Zu jener Zeit las Taniguchi das Buch „Die Welt als Wille und Vorstellung“ von Arthur Schopenhauer. Taniguchi pflichtete ihm bei, dass diese Welt einem ganz unbesonnenen Willen zugrunde liegt, und dass die Schöpfung keiner allumfassenden Weisheit zugrunde liegt. Dieser „ganz unbesonnene Wille“ ist vergleichbar mit dem buddhistischen Begriff mumyô (Lichtlosigkeit). Schopenhauer war im Buddhismus bewandert. Im Heiligen Sutra „Die Verkündigung der Wahrheit“ wird mumyô als mayoi (Irrtum) bezeichnet.       

 Wenn man wie Schopenhauer eine pessimistische Lebensanschauung hat, kann man nicht fröhlich leben. In der Tat litt Schopenhauer an einer Magenkrankheit. Taniguchi sagt, dass Menschen nach der Welt der träumenden Schönheit und schönen Sinneswahrnehmungen verlangen, um ihren Leiden zu entfliehen. Es gibt Menschen, die nicht vom Alkohol, Rauschgift und Glücksspiel lassen können, nicht wahr? Alkohol, Rauschgift und Glücksspiel sind wie eine Art Betäubungsmittel, um dem menschlichen Leid zu entfliehen. Also, wenn die Menschen zu diesem Selbstbewusstsein gelangen, dass das Leben in Wahrheit heiter und fröhlich ist, besteht keine Notwendigkeit mehr für Alkohol und Rauschgift.    

Taniguchi las zu jener Zeit Oscar Wilde. Oscar Wilde war ein englischer Schriftsteller der Literatur des Ästhetizismus. Taniguchi war von seinen Worten: „Sogar der Farbensinn überwindet Gut und Böse“ erfreut.  

Die Worte von Oscar Wilde, „Sogar der Farbensinn überwindet Gut und Böse“ erfreuten mich. Damals war für mich die Schönheit in einer Welt, die sich jenseits von Gut und Böse befand. Wenn es darum ging, was schön war, so wurde gedacht, dass Moral unter der Schönheit rangiert, denn Schönheit war gleichbedeutend mit einem König. (Aus: Seimei no Jisso, Bd. 19, S. 38)

Zu jener Zeit dachte Taniguchi, dass „Gut und Böse“ wie eine Schiene ist, die für die Gesellschaft der Menschen konstruiert wurde, die von der Schönheit überwunden werden kann. Auch ich habe in der Tat diese Lebensanschauung gehegt. Ich hatte die Bedeutung des menschlichen Lebens nicht verstanden. Nachdem ich in die Universität eintrat, ließ ich mich dort nicht mehr blicken, da ich mich in Tokio meinem Musikleben widmete. Dies ist ein Bild aus jener Zeit. Taniguchi schrieb Folgendes:

Das schöne Leben ist das Liebesleben. So glaubte ich das. Ich sehnte mich nicht nach einer Frau, sondern nach der Liebe. (Aus: Seimei no Jisso Bd. 19, S. 39)

Damals schrieb Taniguchi emsig Liebesbriefe an eine Frau, die er aber nicht mochte. Aber die Frau glaubte, was Taniguchi schrieb, und tauchte bei ihm auf. Diese Frau war außerdem vorbestraft (wegen eines Verbrechens verbüßte sie eine Gefängnisstrafe) und schien sich von der Gesellschaft zu isolieren. Taniguchi fühlte mit ihr mit und es kam zu einem Zusammenleben.

Ich wurde von zwei Büchern beeinflusst, so dass ich nicht widerstehen konnte, eine Gefängnisentlassene zu beschützen. Das Lesen bestimmte in der Tat die Lebensrichtung dieser Person. Ein Grund, der mich zu diesem erbärmlichen Leben brachte war das Buch „Auferstehung“ von Leo Tolstoi. Ein weiteres Buch war „Tagebücher im Gefängnis“ (The Profundis) von Oscar Wilde. (Aus: Seimei no Jisso, Bd. 19, S. 55)

 Christus war der größte Künstler auf Erden. D.h. er war die Verkörperung von Erbarmen und Vergebung. Weil laut Wilde das Gefühl der Liebe und der Vergebung das größte ästhetische Gefühl auf der Welt ist, war er als deren Urheber der größte Künstler. (Aus: Seimei no Jisso, Bd. 19, S. 56)

 Masaharu Taniguchi distanzierte sich während seiner Zeit auf der Waseda-Universität von Schopenhauers Prinzip der pessimistischen Philosophie und wandte sich einem Liebesleben des Erbarmens zu. In jener Zeit hatte Taniguchi eine Vorliebe für folgende Sprüche:

  1. „In der Tragödie steckt die Schönheit“ (Friedrich Wilhelm Nietzsche)
  2. „In der Traurigkeit steckt der heilige Ort“ (Oscar Wilde)
  3. „Selig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden“ (Matthäus 5:4)

 Wir müssen lernen, dass „in der Sinnenwelt erscheint, was wir uns im Herzen ausmalen“. Personen, die Selbstmitleid haben, können nicht glücklich werden. Außerdem können die Menschen, die sich stets unglückliche Zustände in ihren Herzen ausmalen, als ob die Welt vom Unglück erfüllt ist, nicht glücklich werden. Es ist das Gesetz des Herzens und nicht die Verantwortung Gottes.  

 Also, Masaharu Taniguchi war ein Stipendiat, der auf der Universität hervorragende Leistungen erbrachte. Aber aufgrund des Zusammenlebens mit der vorbestraften Frau, die er beschützen wollte, verließ er schließlich die Universität und kehrte in seine Heimat zurück. Aber er wurde keineswegs freundlich von seinen Eltern empfangen. Er fand keine Arbeit und entschied sich, zu sterben und wurde kurz vor seinem Ende von der Polizei als Landstreicher gefasst. Dieses Ereignis erschien am darauffolgenden Tag in der Zeitung.

 Danach trennte sich Taniguchi von jener Frau und fing an, in einer Textilgesellschaft zu arbeiten. Er war 22 Jahre alt. Dies war um 1915. Zu jener Zeit mussten junge Frauen in einem schlechten Arbeitsumfeld zwischen 13 und 14 Stunden arbeiten. Taniguchi schrieb, dass 1/3 der Frauen lungenkrank wurden und in ihre Heimatstädte zurückkehren mussten. Taniguchi war von der Ausbeutung der Arbeiter durch die Kapitalisten und die ungleiche Gesellschaft verärgert, so dass er schließlich das Beschäftigungsverhältnis nach 3 Jahren kündigte.      

 Nun studierte Taniguchi zuhause den Buddhismus und die übernatürliche Heilung und kam mit 27 Jahren mit der Religionsgemeinschaft „Omotokyo“ in Berührung, die dem Shinto nahe steht. Diese Erfahrung schilderte Taniguchi wie folgt:

 Bis jetzt gab es in meinem Wissen nur die mit dem Auge sichtbaren einzelnen Lebensformen und das unveränderliche große Leben im Universum. Ich wusste aber jetzt, dass neben dem unveränderlichen großen Leben und den für das Auge sichtbaren Lebewesen noch weitere Lebewesen existieren, die einen Willen haben und als Puppenspieler uns als Marionetten steuern. (Seimei no Jisso, Bd. 19, S. 136)      

 Im Heiligen Sutra „Die Verkündigung der Wahrheit“ wird dies im Kapitel „Geistwesen“ wie folgt beschrieben:

Es gibt die Geistwesen, die unter Magenkrankheiten leiden, obwohl sie gar keinen Magen besitzen. Und es gibt Geistwesen, die, ohne ein Herz zu besitzen, unter Herzkrankheiten leiden. Dies alles nennt man Irrtum. Wenn aber solche Geistwesen sich eines Menschen bemächtigen, so wird er die Symptome einer Magen- oder einer Herzkrankheit zeigen. (Aus: Das Heilige Sutra „Die Verkündigung der Wahrheit“, Kapitel „Geistwesen“

 Man kann sagen, dass Masaharu Taniguchi bei Omotokyo das in der geistigen Welt aktive Leben studierte. Aber hier muss man aufpassen, denn die geistige Welt ist ein Teil der Erscheinungswelt. Im Heiligen Sutra „Die Verkündigung der Wahrheit“ steht es wie folgt beschrieben:

Diese verschiedenen gequälten Geistwesen, die erscheinen mögen, besitzen kein eigentliches Wahres Bild. (Aus: Das Heilige Sutra „Die Verkündigung der Wahrheit“, Kapitel „Geistwesen“)

Das heißt, dass die Spiegelbilder in der geistigen Welt nicht dem Wahren Bild entsprechen.

 Nun, bei Omotokyo gab es ein weiteres wichtiges charakteristisches Merkmal. Sie erläuterte die Eschatologie (die äußersten/ letzten Dinge, prophetische Lehre). Für den 5.5.1922 wurde der Untergang der Welt vorhergesagt, bei dem alle Sünder von Gottes Kraft zugrunde gerichtet werden. Masaharu Taniguchi glaubte auch an diese Vorhersage und bemühte sich, sich von seinen Sünden zu befreien. Zu jener Zeit besaß Taniguchi nur einen Kimono und einen Gürtel.    

Auch wenn ich fastete, mich einer 100tägigen Wasseraskese unterzog und mich 100 Mal pro Tag durch das Shinto-Gebet geistig läuterte, was meine Sünden zu tilgen schien, konnte ich jedoch nicht daran glauben. Zum Beispiel wusste ich nicht, was ich machen sollte, wenn sich weitere Sünden anhäufen, obwohl meine Sünden der Vergangenheit gelöscht wurden. (Aus: Seimei no Jisso, Bd. 19, S. 167)  

 Zur damaligen Zeit glaubte Masaharu Taniguchi an Gott, der die Menschen bestraft, und betete zu ihm, während er sich fürchtete. Zu jener Zeit heiratete Taniguchi seine Frau Teruko. Aber drei Monate später erkrankte Teruko am Herzen. Taniguchi sagte, dass „eine angstmachende Religion die Menschen irreführt, so dass die Gläubigen erkranken“. Was wir hier lernen, ist die Frage, an welchen Gott wir glauben.

Nun heiratete Taniguchi und zog ins neue Haus um. Im Garten dieses Hauses sah er, dass eine Schlange einen Frosch verschlang. Er dachte: „Gott schuf so eine Welt der „Schwachen, die Opfer der Starken sind“ oder „Kampf ums Dasein“. Dann kann der Mensch nicht sündlos leben. Trotzdem bestraft Gott den sündigen Menschen. Was für ein Gott ist Er! Ich glaube an so einen grausamen Gott nicht. Der wahre Gott soll 'Liebe' sein.“ So dachte Taniguchi und verließ Omotokyo.

Dann schrieb Taniguchi seinen ersten Roman. Das Buch hieß „Ich richte über Gott“. Dieses Buch sollte am 1.9.1923 in den Buchläden erscheinen. Aber ausgerechnet an dem Tag suchte das „große Erdbeben in Kantô“ Tokio heim. Dadurch wurden alle seine Bücher verbrannt.

 Danach begegnete Taniguchi einem wichtigen Buch. Das Buch heißt „The Law of Mind in Action“ von Fenwicke Holmes, Neugeist-Denker in Amerika. Er definiert diesen Begriff folgendermaßen. (Das Bild wird angezeigt.):

Gott ist der „Schöpfer“ von allem. Aber Er erschafft unparteiisch was wir denken als Gießform, egal, ob es sich um Krankheiten, Armut, Unglück, Glück, wie auch immer, handelt.

Das heißt, der Begriff von Holmes ist, dass Gott Energie ist, um die Erscheinungswelt zu erschaffen. Taniguchi übersetzte dieses Buch ins Japanische und veröffentlichte es mit dem Titel „Ikani seba Unmei o Shihai shieruka“ („Wie kann man das Schicksal beherrschen“).

Der Begriff von Holmes ähnelt ziemlich der Seicho-No-Ie-Philosophie. Aber wir sollten auf den Unterschied achten, nämlich dass er dachte, dass Gott die Erscheinungswelt erschuf. Taniguchi beschrieb seinen damaligen Gemütszustand wie folgt:

 Alle Erscheinungen sind die Manifestationen der Gedanken. Bis dahin verstehe ich es. Deshalb ist es klar, dass die Krankheiten meiner Familie die Projektion des Herzens sind. Aber ich weiß nicht, wie ich mein Herz befreien kann. Wenn ich mich um die Krankheit sorge, manifestiert sich die Sorge in Form der Krankheit. Das verstehe ich. Aber es ist schwierig für mich, mir um meine kranke Familie keine Sorgen zu machen. Wenn ich böse bin, manifestieren sich diese unruhigen geistigen Schwingungen in einer Form, und mein Körper wird folglich schwächer und meine Familie wird krank. Dies verstehe ich. Trotzdem ist es schwierig, mein böses Gefühl zu unterdrücken, wenn ich dem unvernünftigen Befehl meines Vorgesetzten gehorchen muss. (Aus: Seimei no Jisso, Bd. 20, S. 132-133)

Zu jener Zeit litt Frau Taniguchi an einer Dickdarmentzündung. Weiter litt seine einzige Tochter, Emiko, an einer Lungenentzündung. Masaharu Taniguchi selbst war auch schwächlich, so dass die Versicherungsgesellschaft ihm die Mitgliedschaft versagte. Taniguchi erlangte die Wahrheit, dass das Herz alles schafft. Jedoch konnte er sein eigenes wirkliches Leben nicht ändern. Hier können wir verstehen, dass der Mensch mittels der horizontalen Wahrheit allein nicht erlöst werden kann. Die vertikale Wahrheit ist auch notwendig. Aber letztendlich ist die Zeit gekommen, in der er die göttliche Offenbarung empfing, dass nämlich das Wahre Bild des Menschen Gott selbst ist. Es war 1929, als Taniguchi 37 Jahre alt war.

 Ich dachte weiter nach und meditierte weiter. Aber ich konnte den Zustand der geistigen Ruhe nicht erreichen. Eines Tages saß ich auf den Knien, schloss meine Augen, faltete die Hände zum Gebet und betete, um die Wahrheit zu empfangen. (...)

     Eine Stimme sagte: „Die Materie existiert nicht.“ (...)

„Aus Nichts entsteht alles. Alle Erscheinungen sind die Widerspiegelungen des Herzens und existieren ursprünglich nicht. Weil sie ursprünglich nicht existieren, entsteht alles aus Nichts.“ (...)
Ich dachte innerlich, ob das Herz existierte. Im Nu sagte die Stimme: „Das Herz existiert auch nicht.“ (...)
„Wenn auch das Herz nicht existiert, dann existiert gar nichts?“ fragte ich wieder den Herrn der Stimme.
„Das Wahre Bild existiert!“ antwortete die Stimme deutlich
. (...)
„Was ist das Wahre Bild?“ fragte ich ihn.
„Das Wahre Bild ist Gott. Was existiert ist nur Gott. Nur der Wille Gottes und der Ausdruck von Gottes Willen existieren. Das ist das Wahre Bild.“

(Aus: Seimei no Jisso, Bd. 20, S. 134-136)

Bis dahin dachte Taniguchi, dass sich der menschliche Irrtum entwickelte, und dass man sich dann bewusst wird, dass man ein „Kind Gottes“ ist. Dies war aber falsch. Taniguchi hat erkannt, dass sein wahres Selbst, seine Gotteskindschaft sich noch nie geirrt hat. Sie haben Geburtstag, nicht wahr? Ich bin am 8.11.1957 geboren. Aber ich bin nicht an dem Tag geboren. Sie sind auch nicht an Ihrem Geburtstag geboren. Davor, bevor Abraham geboren war, existiert das Leben Gottes immer unsterblich. Das sind Sie. Dies ist der Begriff von Seicho-No-Ie. Taniguchi beschrieb dies wie folgt:

Qual, Unglück, Krankheit usw. des Menschen sind nicht unbedingt unvermeidlich. Wenn wir uns an der Erscheinungswelt nicht festklammern, sondern von der Höhe des Wahren Bildes auf sie hinabsehen, existieren weder Qual noch Unglück noch Krankheit usw. Die „Seele“, die gegen Leiden unvermeidlich kämpft, um sich zu entwickeln, existiert auch nicht mehr. Die geistige Welt, diese Welt usw. gehören der Erscheinungswelt an, welche die Welt der Projektion der Gedanken ist. Wenn wir also unsere Gedanken ändern, ändert sich auch unser Zustand in der geistigen Welt und in dieser Welt.

(Aus: Seimei no Jisso, Bd. 20, S. 160)

Zum Schluss möchte ich noch Folgendes sagen. Masaharu Taniguchi sagt, dass das Lesen der Seicho-No-Ie-Bücher bedeutet, dass man mit dem „ewig fließenden Leben“ in Berührung kommt. Taniguchi sagt auch, dass Buddha und Christus auch das „ewig fließende Leben“ begriffen haben. Wie Sie wissen, verbreitete sich das Christentum von Rom nach Europa und dann nach Amerika. (Das Bild wird angezeigt.) Der Buddhismus verbreitete sich nach Westen und beeinflusste die deutsche Philosophie. Daraufhin erschienen die großen deutschen Philosophen, wie Kant, Fichte und Hegel. Die deutsche Philosophie verbreitete sich über den Ozean nach Amerika und beeinflusste dort die christlichen Gedanken. Daraufhin erschienen die Neugeist-Bewegung (New Thought) und die Christliche Wissenschaft (Christian Science). Wie ich schon gesagt habe, beeinflusste das Buch von Fenwicke Holmes Masaharu Taniguchi. Andererseits verbreitete sich Buddhismus nach China und danach weiter nach Japan, und es entfaltete sich dort als die Hauptrichtung des Buddhismus (Daijo-Bukkyo).

Ohne diese vergangenen großen Geistlichen und Philosophen hätte Seicho-No-Ie nicht existiert. Bei Seicho-No-Ie respektieren wir Buddha, Christus und die Entdeckungen oder Verdienste vieler anderer Geistlicher und Philosophen, die mit dem „ewig fließenden Leben“ in Berührung kamen. Und wir möchten alle Menschen mittels der Wahrheit „Ein Mensch ist ein Kind Gottes“, das heißt, „Was wahrlich existiert ist nur der Gott des Guten und der Ausdruck Gottes“ erlösen. Sie haben eine sehr große Aufgabe. Damit beende ich meinen Vortrag. Danke schön.

Übersetzer: Guido Bürkner, M.A., Ehepaar Wenderoth

Verantwortlich für den Text: Yuji Otsuka 27.3.2018

 

 

Keine Sorgen vor unbekannten Sachen

Von Seicho Taniguchi (EX-Präsident von Seicho-No-Ie)


Es war ein unglückliches Ereignis, als der Mihara-Vulkan in Japan 1986 nach 200 Jahren ausgebrochen ist und mehr als 10.000 Bewohner evakuiert werden mussten. Kurz davor haben die Wissenschaftler uns gerade informiert, dass der Mihara-Vulkan sich nicht erhebt, sondern sich sogar senkt, und dass es vorläufig keinen Ausbruch geben wird. Nach einigen Veränderungen kehrten die Inselbewohner zurück und sie leben jetzt friedlich. Nach näherer Überlegung gibt es so viele unbekannte Sachen allein „unter unseren Füssen" tief unter der Erde. Niemand weiß, wie der Mittelpunkt der Erde aussieht.


Ebenfalls ist vieles vom Meeresboden des Pazifischen Ozeans noch unbekannt. Es gibt auch viele unerforschte Urwälder. Man sagt, dass jetzt die Weltraum-Ära begonnen hat. Aber wir wissen nicht einmal, was unter unseren Füssen vor sich geht. Die Mensehen schweben sozusagen auf dem „unbekannten Meer". Warum können wir trotzdem sorgenfrei leben? Es muss daran liegen, dass wir an „irgendetwas" glauben. „Irgendetwas" ist je nach Mensch unterschiedlich. Jedoch können die Menschen ohne an „Irgendetwas" zu glauben nicht sorgenfrei leben. Je stabiler und unerschütterlicher „Irgendetwas" ist, desto sicherer und friedlicher fühlen sich die Menschen.

Aber viele Materialisten und die Anbeter, die Wissenschaft als allmächtig betrachten, vertrauen nur auf eine unklare Ideologie, Theorie oder unbestimmte wissenschaftliche Ergebnisse. Deshalb sehen sie beruhigt aus, aber in Wirklichkeit sind sie unruhig. Sie werden aufgeregt, wenn ein wissenschaftliches Ergebnis falsch war, oder sie werden durch eine bedeutende wirtschaftliche falsche Aussicht leiden. Schließlich werden sie wegen der „unbekannten Sachen" durcheinander geraten. Aber die Leute, die an Gott richtig glauben,werden von nichts irregeführt und sie können immer gelassen sein.

Weil sie wissen, dass Gott vollkommen ist, dass ihr Wahres Wesen ewig existiert, und dass sie unsterbliches Leben selbst sind. Sie wissen dies nicht nur, sondern sie glauben fest an ihr Wahres Wesen und vertrauen ihm. Weiter glauben sie fest an das Selbst, das in der Welt des Lebens Gottes des Absoluten belebt ist. Deshalb werden sie von einem Aufruhr oder einem Wechsel der Aktienkurse usw. in der Erscheinung nicht beeinflusst.
Obwohl es viele unbekannte Sachen gäbe, verstehen sie dies nur mit ihrer menschlichen Weisheit nicht, aber mit ihrer göttlichen Weisheit doch. Und zwar wissen sie dies sogar sehr gut. Daher verstehen sie, dass nur etwas „Vollkommenes und Harmonisches" verwirklicht wird. Dann werden Unglück, Missgeschick, das Sterben wegen einer Krankheit usw. verschwinden. Weil sie verstehen, dass „es kein Sterben gibt", haben sie keine Sorge oder Unruhe vor dem Sterben.
Trotzdem stirbt der physische Körper als Erscheinung. Aber nicht das Wahre Wesen stirbt, sondern nur der physische Körper wandelt sich. Es gibt keinen großen Unterschied zwischen den Zeitspannen, wann die Zeit kommen wird. Während wir auf der Erde leben, sollten wir mit voller Kraft fröhlich und glücklich leben, gegenüber anderen nett sein, unser Bestes tun, anderen Leuten helfen und für die Welt arbeiten.

Schriftliche Arbeit: Botschaft der Liebe und der Hoffnung (aus „Ai to Kibou no Messeiji" Seite 218 - 220)
Autor: Seicho Taniguchi
Art des Werkes: Sprachliches Werk (Übersetzer: Ehepaar Wenderoth)